Eine kurze Geschichte freier Software. Interview mit Oliver Zendel
Beatrice Lüttcher
Ihren Anfang nahm die Entwicklung Freier Software im Jahr 1984: Damals wurde das GNU-Projekt von Richard Stallman ins Leben gerufen. Sein Ziel war es, ein zu UNIX kompatibles, jedoch nicht identisches freies Betriebssystem zu schaffen. Darauf weist der Name GNU, entstanden aus dem rekursiven Akronym »GNU is not Unix«, bereits hin.
Die ebenfalls von ihm gegründete Free Software Foundation (FSF) beschäftigte sich zunächst vornehmlich mit den rechtlichen und organisatorischen Aspekten des GNU-Projektes, wurde aber rasch zur Vertretungsinstanz für Freie Software im Allgemeinen. Somit kann die FSF durchaus als erste und bis heute wichtigste Nichtregierungsorganisation zu diesem Thema gesehen werden. So wurde unter anderem dort die GNU General Public License (GPL) entwickelt, die bis heute die am häufigsten benutzte freie Lizenz ist.
Über die Hintergründe und mögliche Ursachen für den Erfolg Freier Software gibt Oliver Zendel, Diplom-Informatiker und Mitinitiator des LinuxTags, Auskunft. Der LinuxTag ist die größte Messe und Konferenz zum Thema »Linux und Freie Software« in Europa.
