Der lange Weg zur Wissensgesellschaft
Kai Lehmann
Die Idee einer Wissensgesellschaft wird in allen Sphären des öffentlichen Lebens diskutiert – meist unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten.
Der ökonomische Schwerpunkt mag dabei dem Ursprung der Idee geschuldet sein: die vordergründig soziologische, letztlich aber volkswirtschaftlich ausgerichtete Analyse des Wandels von Unternehmen. Auch der aktuell vorherrschende Trend, alles zu ökonomisieren, fördert eine Verengung des Begriffs auf Branchenstrukturen und Produktionsweisen. Die Wissensgesellschaft ist aber mehr: Auf politischen, sozialen und kulturellen Feldern prägt ihre Idee den gesellschaftlichen Wandel und ermöglicht Visionen, die der gängigen Ökonomisierung Alternativen entgegensetzt. So steht etwa das Konzept Open Source, frei erarbeitete und für alle zugängliche Software, nicht nur für eine alternative Gestaltung der Wissensgesellschaft, sondern auch für zukünftige Felder gesellschaftlicher Machtkämpfe.
Digitale Verweise
- Informationen zum UN-Weltgipfel zur Informationsgesellschaft (WSIS): www.worldsummit2005.de
